Mönchpark7 erhielt Preisauszeichnung

 

           

 

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„Novum“ auf dem Spitzenplatz

 

Antonio-Petrini-Preis: Vom Einfamilienhaus über Weinkeller bis hin zur neuen FeuerwehrÜbungshalle
– Die 19 Teilnehmer zeigen die gesamte Bandbreite der Architektur in Würzburg.

 

Gewonnen hat den seit 20 Jahren vergebenen Bauherren-Preis in diesem Jahr Gerold Bader für das Büro- und Dienstleistungszentrum "Novum" in der Schweinfurter Straße.

 

Die Teilnehmer am Wettbewerb haben in den vergangenen zwei Jahren "dem Wunsch nach einem attraktiven und qualitätsvollen Stadtbild Rechnung getragen", sagte Bürgermeister Adolf Bauer zum Auftakt der mittlerweile 11. Preisverleihung im Wappensaal des Rathauses. Und er ergänzte: "Manche Würzburger merken gar nicht, was in der Stadt alles an Gutem geschieht".

 

Nicht entscheidend für Erfolg oder Misserfolg ist die Größe des Projektes oder die Investitionssumme, wie der letzte Sieger zeigt: 2014 ging der Petrini-Preis an das neue Gemeindehaus von St, Johannis. "Es ist seit zwanzig Jahren unser Anliegen, positive Beispiele für Städtebau und gelungene Projekte im Zusammenwirken von Bauherr, Architekt und Bauausführenden zu zeigen", so Stadtbaurat Christian Baumgart. Alle in diesem Jahr eingereichten Arbeiten fallen unter diese Kriterien, wie Baumgart betonte: "Alle wären preiswürdig gewesen, am Ende stehen einige ein wenig mehr im Rampenlicht.

 

"Zu sehen sind alle 19 Projekte in den kommendne Tagen auf den Schautafeln einer Ausstellung vor dem Ratssaal."

 

Aufwertung des Stadteingangs

 

Ein unabhängiges Preisgericht, dieses Jahr unter dem Vorsitz von Professor Arno Lederer aus Stuttgart, vergab den Petrini-Preis an das Dienstleistungszentrum "Novum", das die Bader Fonds 10 GmbH & Co. KG von Investor Gerold Bader zwischen der Schweinfurter Straße und den Gleisanlagen der Deutschen Bahn gebaut hat. Das Projekt sei "ein sehr gelungener Beitrag zur zeitgemäßen Stadtgestaltung" und ein Musterbeispiel für die Umsetzung einer zentralen Aufgabe im Städtbau, heißt es in der Bewertung der Jury: Dem "Novum" gelingt die Aufwertung des Stadteingangs bei gleichzeitiger Reaktivierung und Überplanung einer gewerblichen Brachfläche. "Durch angenehm gegliederte Baumassen definiert das "Novum" den Stadtraum neu und schafft interessante Durchblicke zum reaktivierten Bach auf der Bahnseite", so das Preisgericht. Entworfen wurde der neueste Petrini-Preisträger vom Büro "baumschlager eberle architekten" aus Lustenau in Österreich.

 

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens hat Professor Stefan Niese die Auszeichnung selbst neu gestaltet: Gerold Bader hatte keine Schwierigkeiten, seinen Bauherren-Preis aus den drei Materialien Holz, Stein und Metall selbst zusammenzusetzen. Dass die Auszeichnung nach Antonio-Petrini benannt wurde, passt für Professor Arno Lederer übrigens genau: "Petrini war Bauherr und Architekt in einem, das ist bei ihm das Besondere."

 

Es sei für Bauherren "ein Privileg und eine Verpflichtung", in Städten bauen zu dürfen, betonte Lederer: Die Straße und Plätze einer Stadt "sind unsere Flure und unsere Wohnzimmer. Wir müssen wieder lernen, das Gebäude das abbilden, was wir uns unter Gesellschaft vorstellen."

 

Die weiteren Preisträger

 

Den 2. Preis vergab die Jury an das Eigenheim Dr. Happel direkt an der Stadtmauer in Heidingsfeld, entworfen von Architekt Claus Arnold aus Würzburg. "Das Projekt spielt leise Töne und behauptet sich im harmonischen miteinander mit der historischen Stadtbefestigung", zitierte Christian Baumgart aus der Bewertung des Preisgerichts.

 

Der dritte Preis ging an das Wohnquartier Mönchberg-Park (BPD Immobilienentwicklung GmbH Frankfurt / Braun Krötsch Architekten Part GmbH Wallner Architekten).

 

Anerkennung gab es für die Generalsanierung der Hochschule für Musik und den Neubau des Konzertsaals mit Orgel (Staatliches Bauamt Würzburg) und den "Pferdestall" auf dem Bürgerbräu-Gelände (achicult GmbH breunig architekten).

 

Antonio-Petrini-Preis

 

Ausgeschrieben wird die nach dem italienischen Baumeister Antonio Petrinie benannte Auszeichnung für Bauherren und ihre Architekten seit 1996 alle zwei Jahre - von Anfang an unterstützt von der Mediengruppe Main-Post und dem Beton-Informationszentrum. Es werden stets drei Preise verliehen, darüber hinaus gibt es Anerkennungs- und Sonderpreise. In diesem Jahr wurde der Antonio-Petrini-Preis in Würzburg bereits zum 11. Mal vergeben.

 

Der Namensgeber

 

Antonio Petrini war Baumeister aus Italien und hat in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zahlreiche architektonische Spuren in Franken hinterlassen. Er gilt als einflussreichster Architekt seiner Zeit in Würzburg, vor allem Kirchen und Kapellen werden ihm zugeschrieben. Er hat am Festungsbau und der Domfassade mitgewirkt und die Augustiner-, Karmeliten- und Universitätskirche entworfen.

 

Quelle: Main Post

 

 

 

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